Wie man 100% Wahlbeteiligung erreicht.

Am 22. September 2013 tritt Deutschland100 in Kraft.
Im Berlin Interview beantwortet Dr. Berenger die wichtigsten Fragen rund um den kontrovers diskutierten Zusatzartikel und klärt die charmante Journalistin darüber auf, warum für Wähler auch nach der Bundestagswahl 2013 alles beim Alten bleibt.

Nichtwählen, so einfach wie Abo kündigen.

Eigentlich lebt es sich in Deutschland ganz gut. Auch wenn sicher nicht alles perfekt ist, so haben wir doch in nahezu allen Bereichen des Lebens die Freiheit, selbst zu entscheiden, was wir tun möchten und was nicht. So käme kein Mensch auf die Idee uns dafür zu kritisieren, weil wir nicht gerne ins Kino gehen oder keinen Käse mögen oder ein Abo kündigen möchten. Nur, wenn es ums Wählen des Bundes- oder des Landtags geht, da wird’s plötzlich intolerant. Man soll, nein: muss wählen. Das sei schließlich demokratische Bürgerpflicht. Doch bleibt dabei nicht unsere Wahlfreiheit auf der Strecke?

Gehören Sie zu den Menschen, die sich entschieden haben, nicht mehr wählen zu gehen? Ganz gleich aus welchen Gründen Sie Ihre Entscheidung getroffen haben, Sie sind sicher schon dem Vorurteil begegnet, Sie seien unverantwortlich, überheblich oder gar faul (ein gern gehörtes Argument ist hier, „wenn es Ihnen wirklich um stillen Protest ginge, könnten Sie an der Wahlurne ja eine ungültige Stimme abgeben, statt sonntags auf der Couch rumzuhängen“).

Damit es keine Missverständnisse gibt, dies ist kein Plädoyer für oder gegen das Nichtwählen. Doch wer bewusst, wohlüberlegt und verantwortungsvoll die Entscheidung getroffen hat, von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch mehr machen zu wollen, der sollte dafür genauso respektiert werden, wie die Menschen, die jeden Wahlsonntag zur Urne gehen, um mit Ihrer Stimme unser Land mitzugestalten.

Wäre es nicht schön, wenn alle Nichtwähler künftig von ihrer empfunden Pflicht, wählen zu gehen, befreit würden? Wenn der soziale Druck von ihnen genommen würde und der Briefkasten frei bliebe von Wahlwerbung, die sowieso keine Beachtung findet? Wenn sich die Parteien direkt an die Menschen wenden könnten, die sich für Parteiprogramme interessieren?

Was könnte man nicht alles an Nerven und an Geld sparen!

Deutschland100 bringt genau dies auf den Weg. Das Prinzip ist einfach: Bei der Bundestagswahl 2013 stimmen Sie als Wähler mit ihrer Stimme nicht nur über die künftige Regierung ab, sondern auch dafür, in Zukunft weiter zu wählen.

Nichtwähler stimmen mit Ihrem Fernbleiben dafür, in Zukunft nicht mehr zu wählen. Wie bei einem Abo, das sich nur selbst verlängert, wenn man es auch wünscht, werden Nichtwähler von Ihrem Stimmrecht befreit und für alle künftigen Wahlen von den Wahllisten gestrichen.

So ist ab dem 23.09.2013 jedem geholfen. Die Wähler profitieren, denn Ihre Stimmen bekommen mehr Gewicht. Die Nichtwähler profitieren, denn sie werden nicht länger von den politischen Parteien bedrängt. Die Parteien profitieren, denn sie können Ihre Energie und ihre Mittel zur Wahlwerbung effizienter einsetzen. Und das Wichtigste: Unsere Demokratie profitiert, denn wir erreichen zum ersten Mal in der Geschichte 100% Wahlbeteiligung.

Ganz einfach eigentlich.